Gründung

1947

Mitarbeitende

3.000

Fertigteile pro Tag

≈ 1 Mio.

Vom Sicherheitsimpuls zur strategischen Modernisierung

SharePoint-Migration bei Swoboda

Die Swoboda Wiggensbach KG ist ein international tätiger Technologie- und Automobilzulieferer mit weltweit über 3.000 Mitarbeitenden sowie Produktions- und Entwicklungsstandorten in Europa, Nordamerika und Asien. In einer Branche, die von Innovationsgeschwindigkeit, Präzision und global vernetzten Prozessen geprägt ist, spielt die digitale Zusammenarbeit eine zentrale Rolle.

Eine gewachsene SharePoint-Landschaft

Über viele Jahre hinweg bildete eine Microsoft SharePoint Server 2016-Farm das Rückgrat der digitalen Zusammenarbeit bei Swoboda. Die Plattform wurde intensiv genutzt – für internationale Projektarbeit zwischen Entwicklungs- und Produktionsstandorten, für technische Dokumentationen, Qualitäts- und Prozessunterlagen, für die bereichsübergreifende Zusammenarbeit sowie als strukturierter Wissensspeicher. Im Laufe der Zeit war eine gewachsene Umgebung mit rund 3 Terabyte Datenvolumen und etwa 400 Site Collections entstanden. Inhalte wurden länderübergreifend in deutscher und englischer Sprache gepflegt. Ergänzt wurde die Plattform durch individuelle Anpassungen, Custom Solutions und mehrere Nintex-Workflows, die spezifische Geschäftsprozesse abbildeten. Die Lösung war funktional und fest im Arbeitsalltag verankert – jedoch technisch zunehmend limitiert. Mit dem näher rückenden Ende des erweiterten Supports für SharePoint Server 2016 im Juli 2026 wurde deutlich: Die bestehende Plattform war nicht mehr zukunftssicher. Was zunächst wie ein klassisches Infrastruktur-Upgrade erschien, entwickelte sich schnell zu einer strategischen Fragestellung.

Die Migration war für uns keine Option, sondern eine notwendige strategische Entscheidung!

Dominik Geys, Projektleiter IT, Swoboda

Sicherheit als Ausgangspunkt – und als Enabler

Der Auslöser für das Projekt war zunächst klar sicherheitsgetrieben. Die bestehende Serverbasis war technisch veraltet, moderne Möglichkeiten der Zugriffskontrolle nur eingeschränkt nutzbar und auch die regulatorischen Anforderungen waren deutlich gestiegen. Damit war klar: Die bestehende Plattform musste weiterentwickelt werden. Im Verlauf der Analyse zeigte sich jedoch schnell, dass es nicht nur um die Reduzierung technischer Risiken ging. Vielmehr bot das Projekt die Chance, die digitale Arbeitsplattform insgesamt zukunftsfähig auszurichten. Mit der Entscheidung für SharePoint Online innerhalb von Microsoft 365 eröffnete sich die Möglichkeit, die Umgebung in eine moderne Sicherheitsarchitektur zu integrieren. Funktionen wie Conditional Access, Multi-Faktor-Authentifizierung und identitätsbasierte Zugriffskontrollen waren bei Swoboda bereits im Rahmen von Microsoft 365 (unter anderem Teams, Exchange und Office) etabliert. Die Migration der SharePoint-2016-Daten nach SharePoint Online ermöglichte es, auch diese Inhalte nahtlos in die bestehende, moderne Sicherheitsarchitektur zu integrieren. Diese Funktionen wurden dabei nicht nur als zusätzliche Schutzmaßnahmen verstanden, sondern als wichtige Grundlage für eine moderne und sichere digitale Zusammenarbeit. So wurde Security nicht nur zum Handlungsbedarf, sondern zum Enabler für die Weiterentwicklung der Plattform.

Ein pragmatischer Weg: 1:1-Migration (Lift-and-Shift)

Trotz der strategischen Dimension entschied sich Swoboda bewusst für einen pragmatischen und risikoarmen Ansatz: eine 1:1-Migration (Lift-and-Shift). Viele Sites dienten primär der Dokumentation. Eine umfassende Restrukturierung hätte erheblichen Aufwand verursacht, ohne kurzfristig entsprechenden Mehrwert zu liefern. Ziel war daher ein stabiler und kontrollierter Übergang in die Cloud. Mit ShareGate als Migrationstool wurde die bestehende Farm detailliert analysiert. Custom Solutions und Workflows wurden bewertet, Pilotmigrationen durchgeführt und technische Risiken frühzeitig adressiert. Wesentlich dabei: Die bestehenden Strukturen wurden bewusst weitgehend unverändert übernommen. Inhalte wurden 1:1 migriert und historisch gewachsene Berechtigungen wurden unverändert übernommen. Das Ergebnis war ein sicherer und effizienter Übergang in die Cloud – bei gleichzeitig hoher Kontinuität für die Anwender.

abtis hat uns sicher durch die SharePoint-Migration geführt und uns dabei unterstützt, die nächsten strategischen Schritte zu erkennen.

Dominik Geys, Projektleiter IT, Swoboda

Mehr als Cloud: Technische Voraussetzung für KI – mit klarer Einordnung

Mit der erfolgreichen Migration wurde eine wichtige technische Grundlage geschaffen: Erst durch die Verlagerung nach SharePoint Online kann Microsoft Copilot überhaupt auf Inhalte zugreifen. Gleichzeitig ist eine klare Differenzierung entscheidend: Die Migration stellt keine fertige KI-Readiness dar und auch kein belastbares Fundament im Sinne einer governeten, berechtigungsklaren Datenbasis. Durch den gewählten Lift-and-Shift-Ansatz bestehen zentrale Herausforderungen weiterhin fort: historisch gewachsene Berechtigungsstrukturen wurden übernommen, Governance-Regelungen nicht grundlegend neu definiert und Datenstrukturen weder bereinigt noch vereinheitlicht. Damit ist die Plattform heute zwar technisch anschlussfähig für KI, für einen sicheren und unternehmensweiten KI-Einsatz sind jedoch weitere Maßnahmen erforderlich. Dazu zählen insbesondere die Bereinigung und Strukturierung von Berechtigungen, der Aufbau klarer Governance-Richtlinien sowie die Definition von Datenklassifizierungen und Zugriffskonzepten. Die Migration war damit ein wichtiger Enabler – bewusst jedoch nur der erste Schritt auf dem Weg zur erfolgreichen und sicheren KI-Nutzung.

Change Management als Stabilitätsfaktor

Technische Modernisierung allein garantiert keinen Erfolg. Deshalb wurde das Projekt von Beginn an organisatorisch begleitet. Ein Key-User-Modell sorgte dafür, dass Fachbereiche frühzeitig eingebunden wurden. Schulungen und transparente Kommunikation reduzierten Unsicherheit und stärkten die Akzeptanz. Die Migration erfolgte schrittweise über einen Zeitraum von rund fünf Monaten – von der initialen Analyse bis zur finalen Stabilisierung – ohne kritische Unterbrechungen im Tagesgeschäft.

Vom Infrastrukturprojekt zur strategischen Weichenstellung

Mit der erfolgreichen Migration nach SharePoint Online hat Swoboda einen wichtigen Schritt in Richtung Zukunftsfähigkeit vollzogen. An die Stelle einer gewachsenen On-Premises-Umgebung ist eine moderne Cloud-Architektur getreten, die den heutigen Anforderungen an Skalierbarkeit, Verfügbarkeit und Weiterentwicklung gerecht wird. Gleichzeitig profitiert das Unternehmen von integrierten Sicherheitsmechanismen auf aktuellem Niveau und einer Plattform, die technisch auf die Nutzung weiterer Microsoft-365-Services vorbereitet ist. Darüber hinaus wurde eine wesentliche Voraussetzung für zukünftige KI-Szenarien geschaffen: Erst durch die Verlagerung der Inhalte in die Cloud kann Microsoft Copilot überhaupt auf diese Informationen zugreifen. Die Migration war damit nicht nur eine Antwort auf das absehbare Support-Ende von SharePoint Server 2016, sondern auch ein wichtiger Schritt, um die digitale Arbeitsumgebung strategisch weiterzuentwickeln. Gerade darin liegt die eigentliche Bedeutung des Projekts: Was als notwendige technische Modernisierung begann, wurde zu einer Weichenstellung für die Weiterentwicklung der digitalen Zusammenarbeit. Swoboda ist heute erfolgreich migriert und verfügt über eine deutlich modernere technologische Basis. Damit ist das Unternehmen in der Lage, die nächsten Schritte in Richtung sicherer, strukturierter und perspektivisch auch KI-gestützter Zusammenarbeit gezielt anzugehen. Die Erfahrungen aus diesem Projekt sind auch für andere mittelständische Unternehmen hoch relevant. Viele Organisationen stehen vor vergleichbaren Herausforderungen: historisch gewachsene On-Premises-Strukturen, steigende Anforderungen an Sicherheit und Compliance sowie gleichzeitig der Wunsch, das Potenzial moderner Technologien sinnvoll zu nutzen. Die zentrale Erkenntnis: Eine strukturierte Cloud-Migration ist kein Selbstzweck, sondern ein strategisch sinnvoller erster Schritt. Sie schafft die Grundlage für eine zukunftsfähige, sichere und flexibel erweiterbare digitale Arbeitsumgebung.

Vom Sicherheitsimpuls zur strategischen Modernisierung

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Die ausführliche Success Story "Vom Sicherheitsimpuls zur strategischen Modernisierung" finden Sie hier:

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