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Wichtige Änderungen der Teams Telefonie mit Direct Routing für Q1 2022

Erik Kleefeldt / 10. Januar 2022

Microsoft hat für das erste Quartal 2022 über das Microsoft 365 Message Center mehrere Benachrichtigungen zu bevorstehenden Änderungen für Teams Direct Routing bekannt gemacht. Teams Direct Routing ist die Bereitstellung von Teams Telefonie über einen zertifizierten Session Border Controller (SBC) mit eigenem Amtsanschluss (PSTN SIP Trunk).

Insgesamt gibt es vier Änderungen, die berücksichtigt werden müssen und je nach SBC Bereitstellung auch noch ein Handeln erforderlich machen. Zumindest sollten die Einstellungen geprüft werden. Wenn die Einstellungen und Anforderungen nicht erfüllt sind, kann dies dazu führen, dass die Telefonie, die mit Teams Direct Routing bereitgestellt wird, nicht mehr funktioniert, bis die Änderungen gemäß Microsoft 365 Message Center Benachrichtigung erfüllt wurden.

Nachstehend die bevorstehenden Änderungen für Q1 2022:

Änderung 1: MC29922 - Direct Routing will stop processing SIP requests which have ‘Replaces’ headers

Wenn der SBC SIP Replaces zum Teams Telefonsystem sendet, wird dieses vom Telefonsystem abgelehnt, wodurch bestimmte Telefonate-Typen beeinträchtigt werden. Die Änderung tritt mit 03. Januar 2022 in Kraft.

Änderung 2: MC297438 - TLS1.2 enforcement for Direct Routing SIP interface

Ab dem 01. Februar 2022 werden Verbindungen zwischen SBC und Teams Telefonsystem nur noch mit TLS1.2 möglich sein. Ältere TLS-Versionen, 1.0 und 1.1 werden dann abgelehnt. Dies ist eine kritische Änderung, wodurch auf jeden Fall in den SBC Einstellung für das Zertifikat geprüft werden sollten. Wenn TLS1.2 nicht verwendet wird, kann dies dazu führen, dass die Telefonie nicht mehr funktioniert, bis TLS1.2 konfiguriert wurde.

Änderung 3: MC299923 - Trusted certificate authorities for Direct Routing SIP interface are changing

Ebenfalls ab dem 01. Februar 2022: Nur öffentlich vertrauenswürdige Zertifikate, die von einer unterstützten und öffentlichen Zertifizierungsstelle (CA) stammen bzw. signiert wurden, können für die gesicherte Kommunikation zwischen SBC und Teams Telefonsystem eingesetzt werden. Ist dies nicht der Fall wird die Teams Telefonie nicht möglich sein. Welche öffentlich vertrauenswürdigen Zertifizierungsstellen unterstützt werden, kann bei Microsoft im Message Center in der Benachrichtigung oder hier nachgelesen werden.

Änderung 4: MC307310 - sip-all FQDNs will not be supported starting March 1st, 2022

Auf SBCs können eingehende SIP Nachrichten auf die Quelle geprüft und klassifiziert werden, um daraufhin zu entscheiden, ob die SIP Nachricht bzw. der Anruf zugelassen wird oder nicht. Bisher konnte dies noch u.a. mit FQDNs sip-all.pstnhub.microsoft.com and sip-all.pstnhub.gov.teams.microsoft.us gemacht werden. Ab dem 01. März 2022 muss dies mit IP-Adressbereichen (52.112.0.0/14 und 52.120.0.0/14) des Teams Telefonsystems geprüft werden. Auch diese Änderung ist wichtig, da ansonsten der Betrieb der Teams Telefonie auf Basis von Direct Routing gestört wird. Die Änderung ist auf dem jeweiligen SBC vorzunehmen, sofern nicht bereits erfolgt.

➤  Bei Unklarheiten zu den obigen Änderungen, Rückfragen oder Unterstützungsbedarf, können Sie uns gerne über unsere Supportkanäle per Telefon oder Mail kontaktieren.


 

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