Start in die IT-Zukunft: Ausbildung zum Fachinformatiker im #teamabtis

Einblicke von Pascal Böss in die Highlights seiner abtis-Ausbildung.

Pascal Böss / 23. Juli 2024

Dieses Jahr haben alle unsere Auszubildenden ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und starten nun voller Motivation und Stolz in ihre Zukunft im #teamabtis. Herzlichen Glückwunsch an unser gesamtes Azubi-Team! Nach drei lehrreichen Jahren, in denen ihr viel gelernt und alles gegeben habt, freuen wir uns, dass ihr nun unsere abtis-Fachbereiche vollumfänglich unterstützt.

Pascal Böss begann 2021 seine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration an unserem Standort in Göppingen. Er gibt uns spannende Einblicke in die Ausbildung bei abtis, seine persönlichen Highlights und verrät, in welchem abtis-Team seine Reise weitergeht. 

Pascal, warum hast du dich für die Ausbildung im #teamabtis entschieden?

Pascal Böss: Die grobe IT-Richtung war für mich schon immer klar. Nach dem technischen Gymnasium wollte ich eine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration beginnen und habe mich nach einem Ausbildungsplatz in der Gegend rund um Göppingen umgeschaut. Ich habe mich bei ein paar Unternehmen beworben, darunter auch ein kleines IT-Systemhaus. Dies hat aber nicht meinen Erwartungen entsprochen - das lag unter anderem an Aussagen wie "Wir sind hier wie eine Familie" und "Bei uns gilt der achteinhalb Stunden Tag", die für mich nicht zusammenpassten. Ein weiteres Unternehmen, bei dem ich mich beworben habe, hat sich erst nach mehreren Monaten zurückgemeldet. Sie luden mich zu einem Assessment-Center ein, das bei uns auch als "Azubi-Battle Royale" bekannt ist.

abtis war einfach schneller und unkomplizierter. Ich wurde zuerst zu einem Telefoninterview eingeladen und danach zu einem kleinen Schnuppertag mit den Azubis in Pforzheim. Anschließend gab es ein Bewerbungsgespräch mit der Personalabteilung und meinem zukünftigen Ausbilder Jens - in den Tagen danach gab es schnell eine Zusage. Somit konnte ich meine zukünftigen Kollegen und meine Aufgaben schon im Vorfeld kennenlernen und wusste, dass alle sehr nett sind und ich jederzeit viele Fragen stellen kann. 

Besonders gereizt hat mich zudem die Nähe zu Cloud-Technologien, modernen Arbeitsmitteln, die zahlreichen Benefits und dass die abtis Kunden und Standorte in ganz Deutschland vertreten sind. Dadurch sticht die abtis Gruppe als Unternehmen in der ländlichen Firmenlandschaft von Göppingen stark heraus.

Kannst du uns einen Einblick in deine drei Ausbildungsjahre geben?

Pascal Böss: Das erste Lehrjahr habe ich im Helpdesk verbracht. Dort galt es vor allem, erst einmal sich im Kundenkontakt zu üben und die Probleme von Endanwendern zu lösen. Aber nicht jedes Ticket blieb im Bereich des Endanwenders, sondern ging oftmals auch schnell in die Überprüfung der Infrastruktur im Backend über. Ich kann mich besonders an ein Druckerticket erinnern, bei dem ein Anwender meldete, dass einer der Drucker keine Dokumente druckt. Damals hatte ich noch keine Ahnung, wie man an ein solches Problem überhaupt herangeht. Ich habe dann einen Kollegen um Hilfe gebeten und dieser konnte schnell über den Printserver die IP-Adresse des Druckers herausfinden und mit einem Ping auf die IP-Adresse feststellen, dass dieser nicht mit dem Netzwerk verbunden war. Der Anwender wurde gebeten, den Drucker neu zu starten und danach lief wieder alles. Im Helpdesk bekam ich viel Verantwortung, da ich dort bereits Zugriffsrechte auf fast jedes System der Kunden mit Helpdesk-Vertrag hatte. Bevor ich aber tatsächlich etwas eigenständig umgesetzt habe, bin ich immer auf einen Kollegen zugegangen. Gegen Ende des ersten Lehrjahrs hat sich bei mir schon eine Routine eingestellt.

Das zweite Lehrjahr war ein Sprung ins kalte Wasser, hier ging es für mich in den Support. Die Probleme, mit denen Kunden an uns herantraten, waren wieder ganz andere und die Problemsuche tauchte weit tiefer in die Infrastruktur ein. Hierbei haben mir die Zertifizierungen sehr geholfen einen Weitblick für die Verbindung einzelner Microsoft Dienste und vor allem Selbstvertrauen zu bekommen. Wenn ich nicht weiterwusste, konnte ich Probleme natürlich immer in den Daily Meetings ansprechen, aber mein Anspruch war es, selbst Lösungen zu finden. Das ging natürlich auch ein paar Mal gewaltig in die Hose und Kollegen mussten mir aus der Patsche helfen, aber der Lernfortschritt dabei war enorm. Gegen Ende des zweiten Lehrjahrs hatte ich das Gefühl, dass ich alles schon ein mal gesehen habe. Mit erhobenem Haupt und dem Wissen, den Support gerockt zu haben, gings für mich dann für das dritte Lehrjahr in eines der Fachteams. Aber welches jetzt genau?

Meine erste Wahl fiel auf das Team Security. Dass ich mich mit Cybersecurity und Hacking auskenne, wollte ich mir nicht anmaßen, aber Netzwerk fand ich schon immer sehr spannend. Hier wurde ich dann von meinem Ausbilder in spannende Projekte mitgenommen und durfte tatkräftig unterstützen. Besonders spannend fand ich Netzwerk-Reviews, da man hier richtig den Detektiv spielen kann und sich auf die Suche nach Sicherheitsrisiken und Bottlenecks im Netzwerk des Kunden begibt. Fun Fact: Vieles in der Netzwerktechnik basiert auf Tabellen - diese kann man sich über die Konsole in Textform ausgeben lassen und anschließend in Excel importieren, sortieren und Rückschlüsse daraus ziehen.

Die Verantwortung ist hier natürlich enorm, da sich fast alles in der IT mit dem Netzwerk verbinden muss. Kleine Änderungen können dazu führen, dass plötzlich alles stillsteht. Daher sollte man sich im Vorfeld immer einen guten Überblick verschaffen und Pläne schmieden, wie man einen Rollback durchführt.

Da es im dritten Lehrjahr auch an die Abschlussprüfung ging, konnte ich mich auch immer wieder aus dem Projektgeschehen entfernen und hatte genug Zeit, mich auf die Abschlussprüfung vorzubereiten.

Was war das Highlight deiner Ausbildung?

Im ersten Lehrjahr hat mich mein Ausbilder in ein Projekt eingespannt, bei dem wir 34 Switche in unserem Besprechungsraum aufgebaut und eingerichtet haben. Einige Wochen später durfte ich mit zum Kunden vor Ort, um die Switche einzubauen. Der Kunde, für den wir die Switche eingebaut haben, hatte den größten Serverraum, den ich bis jetzt gesehen habe.

Was macht abtis als Ausbildungsbetrieb besonders?

Pascal Böss: Bei der abtis wird man oft aus seiner Komfortzone gezogen und muss sich mit immer wieder neuen, unbekannten Dingen auseinandersetzen. Die Ausbildung bei abtis war für mich ein Kickstart von 0 auf 100 in die Karriere. Mir wurde viel Verantwortung anvertraut und ich hatte viele Freiheiten, die ich so bei anderen Kollegen aus der Berufsschule in ihren Betrieben nicht gesehen habe. Während andere Betriebe allerhöchstens eine bezahlte Lernplattform wie Pluralsight bereitstellen, gibt es bei abtis zusätzlich auch interne Schulungen und man bekommt die Microsoft Zertifizierungen bezahlt. Außerdem bekommt man eine eigene Azure-Subscription mit einem monatlichen Guthaben von 145€ zum Experimentieren mit der Microsoft Cloud.

Mit meinen Azubikollegen hatte ich eine tolle Zeit, und wir haben uns immer zu unseren Tickets ausgetauscht oder Tickets übergeben, wenn man mal nicht verfügbar war. Anfangs hatte ich meine Probleme damit, auf ältere Kollegen zuzugehen, aber alle sind an einer Lösung interessiert und helfen einem gerne weiter. Man wird nie alleine gelassen und es gibt immer einen erfahrenen Kollegen, der weiß, wie man ein Problem weiter zerstückeln kann.

In welchem Fachteam geht es für dich weiter?

Pascal Böss: Ich wurde in das Team Security übernommen und beschäftige mich dort weiterhin mit dem Thema Betreuung von IT-Security-Lösungen, vor allem in den Bereichen Barracuda Firewall, Huawei Netzwerk, WLAN und DeepInstinct.

Dein Rat an neue Auszubildende..

Pascal Böss: Ganz viele dumme Fragen stellen: "Was ist das?", "Was macht das?", "Wieso ist das da?"..

Alles mitschreiben und dokumentieren, egal, wie unwichtig es in dem Moment auch scheinen mag, man kann später darauf zurückgreifen. Dadurch läuft das mit dem Berichtsheft auch leichter.

Gib dich nicht damit zufrieden, wenn ein Ticket eskaliert wird und nicht mehr in deiner Verantwortung ist. Nur wer den gesamten Lösungsweg kennt, kann das Problem auch irgendwann selbstständig lösen. Klammer dich an Kollegen und schau dir an, wie sie es machen. Bei Änderungen mit großen Auswirkungen vor der Umsetzung zuerst überlegen, wie man es wieder rückgängig machen kann, sollte es zu einem Ausfall kommen.

 

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