Zur Absicherung vor Schäden an der lokalen Backup Infrastruktur und zum Zweck der Langzeitarchivierung setzen viele Kunden immer noch auf das altbewährte Tape Backup. An dieser Stelle präsentieren wir drei Alternativen für Veeam Backup & Replication.

Kunden ohne zweiten Brandabschnitt setzen gewöhnlich auf Bandsicherung, um die bewährte 3-2-1 Regel einzuhalten (Stichwort: Medienbruch). Da dies jedoch mit manueller Arbeit verknüpft ist (Beschriften von Bändern, Einlegen, Auslagern, Organisieren), fragen viele Kunden nach automatisierten Alternativen. Natürlich drängt sich hierbei das Thema Cloud Backup auf. Drei dieser Cloud-basierten Auslagerungen stellen wir im Folgenden für Veeam vor:

1. Cloud Connect

Bei dieser Lösung werden die lokalen Backups an einen Service Provider (z.B. abtis) repliziert. Hierfür werden Backup Ressourcen in einem Rechenzentrum für den Kunden bereitgestellt, über die er bis zu einem vorher definierten (Speicher-) Limit zugreifen kann. Die Backups werden verschlüsselt und für eine vom Kunden festzulegende Aufbewahrungsrichtlinie aufbewahrt.

Cloud Connect Schema (© Veeam)

2. Veeam on Azure

Die zweite Möglichkeit besteht in der Auslagerung in die Microsoft Azure Cloud. Dabei wird eine Site2Site VPN Verbindung zu Azure und eine eigene Veeam VM mit verwaltetem Backup Speicher eingerichtet. Der Kunde bindet in seinem lokalen Veeam anschließend ein Windows Server Repository auf der Azure Veeam VM ein und repliziert die Daten sicher über das VPN in die Cloud.

3. Scale-out To Azure Block Blob Storage

Mit dem Update 4 für Veeam Backup & Replication 9.5 erscheint in den nächsten Wochen eine neue Variante für die Cloud Sicherung. Während mit der o.a. Option 2 noch verwaltete Datenträger verwendet werden, setzt Veeam dann nativ auf die Sicherung auf sogenannten Block Blob Speicher. Dieser Objektspeicher dient hauptsächlich der Ablage von großen Dateimengen und ist demzufolge 4-5x günstiger als normaler Managed Disk Speicher. Was zuvor eine Appliance wie z.B. StorSimple benötigt hat, wird nun Teil des Programms selbst.

Die Umsetzung soll durch ein Scale-out Repository mit angepasster Aufbewahrungsrichtlinie erfolgen. Ist ein Backup also älter als X Tage, wird es automatisch zu Azure (oder Amazon S3) repliziert und kostengünstig als Langzeitarchiv aufbewahrt.

Leider dürfen wir noch keine offiziellen Folien zur Cloud Sicherung zeigen, holen dies aber ausführlich mit einem Praxis-Test in einem der nächsten Blog Beiträge nach.

 

Redakteur: Thomas Reeck