Immer am Puls der Zeit ist der Alltag von Matthias Kirchenbauer als Team Lead im Consultingbereich geprägt von Kundenterminen, ständigen Veränderungen und seinem Speaker-Engagement auf Events. Warum er mit der Umstellung ins Home Office zu kämpfen hatte und wie sein Fazit zur aktuellen Situation aussieht erfahren Sie hier.


Ich kann mich noch verschwommen an mein früheres Arbeitsumfeld (damals vor 8 Wochen) erinnern. Als führendes Mitglied eines Consulting-Teams ist mein Alltag seit jeher stark geprägt von ständiger räumlicher Veränderung. Termine beim Kunden vor Ort wechseln sich mit Bürotagen in Pforzheim oder in einem anderen abtis Standort und weiteren externen Terminen ab. Für eine ungeteilte Fokuszeit kommen dann noch ab und an Tage im Home Office dazu.

So wie ich haben sich viele meiner Kollegen im Consultingbereich die Arbeitswoche ausgestaltet. Und so wie ich hatten wir alle einen Ankerpunkt: Das regelmäßige Treffen im Büro -ein bisschen wie nach Hause kommen. Warum wir die Bürotage gerne mochten? Aus den unterschiedlichsten Gründen, da gibt es jene, die außerhalb der privaten Räumlichkeit einfach effektiver arbeiten können, andere denen der kollegiale Austausch besonders am Herzen liegt oder nicht auf Besprechungen mit Mimik und Gestik verzichten möchten. Dieser rege Wechsel in unseren Alltagen machte besonders mich als Treiber für Modern Workplace-Technologien stolz, gelebte Erfahrung in diesem Bereich beim Kunden präsentieren zu können.

Und dann änderte sich alles – meine Normalität, sich mit Geräten unterschiedlicher Formfaktoren und auf Basis verschiedener Betriebssysteme im beruflichen Alltag zu bewegen wurde für viele plötzlich zur neuen, ungewohnten Realität. Aber auch ich musste mich umstellen, denn zum Schutz meiner Mitmenschen hielt ich mich an den Appell möglichst wenig persönliche Kontakte zupflegen und entschied mich daher fürs Home Office. Nahezu jeder meiner Kollegen traf ungefähr zum gleichen Zeitpunkt dieselbe Entscheidung. So wurden wir quasi über Nacht zu einem virtuellen Team. Ich müsste lügen, wenn ich behaupte, dass ich problemlos in mein häusliches Arbeitszimmer eingezogen bin. Als Consultant täglich vom selben Schreibtisch aus zu wirken war in den ersten Tagen sehr befremdlich, und als Führungskraft den Kontakt zum Team zu verlieren eine berechtigte Sorge.

Nach mittlerweile acht Wochen wurden meine Sorgen widerlegt. Heute kann ich sagen, dass wir mehr „Team“ sind als zuvor. Der Zusammenhalt innerhalb des Teams ist deutlich gewachsen, denn man nimmt sich mehr Zeit füreinander. Zuvor hetzte man häufig von Besprechungszimmer zum nächsten Meeting und dann zur Kaffeepause mit dem Kollegen, die sich dann doch fast ausschließlich um geschäftliche Themen drehte. Jetzt wirken sich Unterhaltungen zunehmend entschleunigt aus. Statt dem kurzen Telefonat während der Autofahrt, tauscht man sich gezielt und nicht nur nebenbei aus. Aus Telefonkonferenzen werden immer häufiger Videokonferenzen. Nicht, dass wir heute eine andere Software einsetzen als vor zwei Monaten, doch die Kameras werden heute instinktiv eingeschaltet, wo zuvor Zurückhaltung herrschte. Abstimmungen am frühen Abend werden gerne mal zu längeren 1:1 Video-Calls mit Themen rund um Haus, die heimische Kinderbetreuung oder das neue Hobby, für das wir nun ja Zeit haben, da wir viele Stunden nicht länger auf der Autobahn verbringen. Man ist sich näher und lernt den anderen nochmal von einer anderen Seite kennen. Und findet neue gemeinsame Rituale, um sich den Alltag etwas schöner zu gestalten. Ein Beispiel? Wenn wir zwei Minuten vor dem Start in einen Status-Call eingewählt sind, machen wir uns einen Spaß daraus, wer das lustigste Hintergrundbild in Microsoft Teams gefunden hat. Das obige Bild zeigt einen meiner Favoriten. Ein Beweis dafür, dass mit Humor alles ein bisschen einfacher geht. Meine Kollegin Joana hat es neulich übrigens treffend zusammengefasst. Es gibt kein Social Distancing, sondern nur ein Physical Distancing.

Mein Fazit: Das Team ist stärker zusammengewachsen, als es ohne diese Distanz passiert wäre. Warum wir das nicht schon länger so gemacht haben? Manchmal braucht es eben einen externen Impuls, um eine positive Veränderung zu schaffen.

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Weitere persönliche Einblicke in den Home Office Alltag des Team abtis gibt es hier:

1. Home Office Story von Joana zum Thema Social Distancing.

2. Home Office Story von Matthias zum Thema virtuelles Team.

3. Home Office Story von Pascal zum Thema Home Office als wertvolle Erfahrung.

4. Home Office Story von Achim zum Thema Home Office mit Kids.

5. Home Office Story von Ann-Kathrin zum Thema Home Office mit Haustieren.

6. Home Office Story von Victoria zum Thema Digitale HR.

7. Zurück ins Büro: Exit aus dem Home Office.