Mit Storage Spaces Direct (kurz S2D) präsentiert Microsoft mit Windows Server 2016 die Weiterentwicklung des 2012 vorgestellten Features Storage Spaces. Diese hochperformante Software Defined Storage Lösung unterstützt dabei vor allem Microsoft Fokus Workloads wie zum Beispiel Hyper-V oder RDS. Dabei erlebt auch das ebenfalls bereits 2012 vorgestellte Dateisystem ReFS einen Durchbruch. Dieser Blog Beitrag ist der erste einer mehrteiligen Reihe zu diesem Thema.

 

Aufbau und Struktur:

Grundsätzlich wird es Storage Spaces zukünftig in zwei Varianten geben – Converged und Hyper Converged. Der Converged Ansatz ist dabei der bereits bekannte Weg aus Windows Server 2012. Was uns in den nächsten Wochen und Monaten in dieser Reihe näher interessiert ist der Hyper Converged Ansatz. Bei diesem bedient man sich Standard x86 Rack Servern (z.B. Dell PowerEdge R730xd) um eine Software Defined Storage Lösung zu schaffen, die mit aktuellen Trends a lá Nutanix und vSAN ohne weiteres konkurrieren kann. Dabei bedient sich Microsoft einer bereits seit Jahren bewährten Technik um die Ressourcen zusammenzufassen – Failover Clustering.

 

Folgendes Schaubild stellt einen Hyper Converged 3-Node-Cluster schematisch dar:

 

Storage Spaces Direct bietet dabei folgende Möglichkeiten:

  • 2-Tier-Storage
    • SSD + HDD (Hybrid)
    • NVMe + SSD (All Flash)
  • 3-Tier-Storage
    • NVMe + SSD + HDD

 

Neben den Servern mit den internen Festplatten benötigt man nun lediglich noch den Netzwerk Layer. Grundsätzlich reden wir hier von einem Standard 10GbE Netzwerk, was vollkommen ausreichend für S2D ist. Darauf aufsetzend kann man mit besonderer Hardware (z.B. Dell S4048 Switches) ein Feature nutzen, welches als RDMA bekannt ist. RDMA – kurz für Remote Direct Memory Access – wird in einem späteren Blogbeitrag ausführlich behandelt.

 

Daraus ergibt sich dann folgendes Gesamtbild:

 

Redak.: Andreas Düpre