Bereits seit langem gibt es einen Feature Request hinsichtlich eines direkten Zugriffs auf den bereitgestellten virtuellen Maschinen. Es wurden in der Vergangenheit immer wieder Management Tools veröffentlicht, die einem Administrator das Leben erleichtern, jedoch sind diese einfach in bestimmten Situation nicht genug. Seit Ende März ist nun der direkte Zugriff per serieller Konsole für Linux und Windows VMs in der öffentlichen Preview. Wie der Name bereits vermuten lässt, verhält sich dieses Konstrukt so, als wäre man mit einer Tastatur direkt in den Server eingesteckt – und das von jeder Lokation der Welt aus.

Die serielle Konsole befindet sich im Kontext der jeweiligen VM unter dem Bereich Support + Troubleshooting

Die Konsole an sich stellt sich dann wie folgt dar:

Wie zu sehen ist, können auch PowerShell Befehle so ohne eigentliche Netzwerkverbindung zur VM abgesetzt werden. Es bieten sich somit im Notfall neue Zugriffswege, sodass die Administration von Azure VMs erneut einfacher und ausfallsicherer gestaltet ist. Jedoch hat die serielle Konsole auch gewisse Anforderungen. Diese stellen sich Stand heute wie folgt dar:

Boot Diagnostics müssen aktiviert sein
Der zugreifende Account muss Contributor (oder höher) Berechtigungen sowohl auf der VM als auch auf den Storage Account haben
Stand heute müssen jedoch vorab Konfigurationen innerhalb der VM durchgeführt werden.

  • Login auf die VM per RDP
  • Öffnen einer administrativen CMD
  • Ausführen: bcdedit /ems {current} on
  • Ausführen: bcdedit /emssettings EMSPORT:1 EMSBAUDRATE:115200
  • Reboot der VM
  • Starten der seriellen Konsole
  • Ausführen: ch -sn Cmd0001

 

Redakt.: Andreas Düpre