Installation und Konfiguration MPIO


Das MPIO Feature in Windows Betriebssystemen lässt sich sowohl über die GUI als auch über die PowerShell bereitstellen. Im folgenden Text wird lediglich die Variante via PowerShell betrachtet.
Um das Feature überhaupt zu aktivieren bzw. bereitzustellen, benötigen wir folgenden Befehl:

Enable-WindowsOptionalFeature - online - FeatureName MultiPathIO

Sobald MPIO installiert ist, müssen die SC Volumes damit bekannt gemacht und verbunden werden, damit ein Management der Pfade durchgeführt werden kann.

New-MSDSMSupportedHW –VendorID COMPELNT –ProductID 'Compellent Vol'
Update-MPIOClaimedHW -Confirm:$false

Nachdem diese Settings durchgeführt wurden, muss ein Reboot des Servers durchgeführt werden.

Shutdown -r -t 0

Nach diesen Einstellungen ist die Compellent dem Windows Server via MPIO bekannt und die Pfade können durch MPIO verwaltet werden. Was jetzt noch fehlt ist die Anpassung der Load Balancing Policy. Hier gibt es verschiedene Dinge zu beachten.

  • Failover only, round robin and least queue depth are the only MPIO load balancing policies supported on single-path Fibre Channel and iSCSI volumes.
  • Round robin with subset and least queue depth are the only MPIO load balancing policy supported on multi-path Fibre Channel and iSCSI volumes.
  • Dell Storage SCv2000 series SAS-connected volumes support the following MPIO load balancing policies: round robin with subset, least queue depth and weighted paths.

 

Die Befehle zur Änderung hierzu lauten wie folgt:

Failover Only
 Set-MSDSMGlobalDefaultLoadBalancePolicy –Policy FOO
Round Robin
 Set-MSDSMGlobalDefaultLoadBalancePolicy –Policy RR(WS)
Least Queue Depth
 Set-MSDSMGlobalDefaultLoadBalancePolicy –Policy LQD
Least Blocks
 Set-MSDSMGlobalDefaultLoadBalancePolicy –Policy LB

 

Nach Absetzen eines dieser Commands kann die Default LB Policy mit dem folgenden CMDLET kontrolliert werden.

Get-MSDSMGlobalDefaultLoadBalancePolicy

 

Um die Policy für einzelne Volumes anzupassen existiert Stand heute kein CMDlet. Hierzu muss der traditionelle Weg via MPCLAIM gewählt werden.

Der Befehl   mpclaim.exe -s -d   gibt dabei folgende Informationen zurück:
  • MPIO Disk Number, welche mit den MPCLAIM Befehlen genutzt werden muss
  • Die System Disk Nummer, wie sie sich auch im Disk Management finden lässt
  • Die aktuelle Load Balancing Policy
  • Das aktuell verwaltende DSM (Device specific Module)

 

Mit diesen Informationen kann man nun gezielt für einzelne Volumes die Policy anpassen.

mpclaim -L -D 2 3 (mpclaim -L -D <disk #> <0-7>)

 

Dabei gelten die Werte von 0-7 wie folgt:

Parameter Definition
0 Clear the Policy
1 Failover Only
2 Round Robin
3 Round Robin with Subset
4 Least Queue Depth
5 Weighted Paths
6 Least Blocks
7 Vendor Specific

 

Mit mpclaim kann man ebenfalls die Unterstützung  für jeglichen Enterpise Storage aktivieren: mpclaim -r -i -a „“

Mit dem Befehl mpclaim.exe -v C:\config.txt kann man die aktuellen Einstellungen exportieren.

 

Konfigurieren von iSCSI MPIO


Nachfolgend ist ein Standard Dual Controller Setting mit zwei verschiedenen Fault Domains dargestellt.

 

Wir gehen nun von der Annahme aus, dass folgende Punkte gegeben sind:

  • Windows Server 2008R2 oder höher
  • Zwei dedizierte NIC Ports im Server für die iSCSI Kommunikation die korrekt wie oben dargestellt konfiguriert sind
  • Storage Center Dual Controller Setting mit zwei iSCSI Fault Domains (Virtual Port Mode)
  • Das MPIO Feature auf dem Server ist installiert

 

Wichtig ist, dass bei der Eintragung der Portale die alle Informationen manuell eingegeben werden.

 

Empfohlene Registry Anpassungen


HKLM\System\CurrentControlSet\Services\MPIO\Parameters

PDORemovePeriod 120
PathRevoceryInterval 25
UseCustomPathRecoveryInterval 1
PathVerifyEnable 1
DiskPathCheckInterval 25

 

HKLM\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Class\{4D36E97B-E325-11CE-BFC1-08002BE10318}\<Instance Number>\Paramters

MaxRequestHoldTime 90
LinkDownTime 35
EnableNOPOut 1

 

Redakt.: Andreas Düpre