Als offizieller IT-Partner des SC Freiburg nehmen wir Sie mit auf den Entstehungsweg des ersten WiFi-6 Stadion in Europa (Indoor und Outdoor). Ganz besonderes Augenmerk wird dabei auf modernste Technik und eine IT-Infrastruktur mit extra viel Power gelegt. Kommen Sie in Teil 2 unserer 3-teiligen Fotostory mit auf die Stadion-Baustelle und seien Sie mit dabei, wenn es in die spannende Phase der Site Survey geht.

Erste Tests im Stadion

Nach wochenlangen Vorbereitungen im abtis Headquater in Pforzheim geht das Connected Stadion Projekt in die nächste spannende Phase, denn die Site Survey steht an. Daher heißt es für unsere Spezialisten: Auf nach Freiburg zur Stadion-Baustelle. Nach einer ausführlichen Besichtigung des Baufortschritts werden probeweise erste Tests aus dem LAB 1.0 in der Stadionumgebung wiederholt. Dazu wird ein Teil der Racks mit der vorkonfigurierten Hardware vorübergehend in Betrieb genommen. Jedoch kann der Aufbau des Rechenzentrums noch nicht final erfolgen, da die voranschreitenden Bauarbeiten zuerst fertiggestellt werden müssen. Dennoch stimmen die Tests die Verantwortlichen positiv – es kann weitergehen.

Währenddessen in Pforzheim: 

Auch im Headquater laufen die Vorbereitungen weiter auf Hochtouren. Täglich erhalten wir neue Lieferungen wie Accesspoints, weitere Verteiler-Switche und andere Materialien wie z.B. ca. 800 Hochfrequenz-Antennenkabel. Nach und nach werden so alle Materialien und Geräte zum Einbau im Stadion vorbereitet.

Start der WLAN-Ausleuchtung - Site Survey

Um den Anforderungen der WLAN-Abdeckung gerecht zu werden, werden eine Vielzahl von Faktoren mit in Betracht gezogen. Neben Anzahl der Accesspoints, Signalstärke und Nutzerdichte müssen auch bauliche Gegebenheiten wie Wandstärken, Baumaterialien und die nähere Umgebung mit ihren Einflüssen bei der Ausleuchtung berücksichtigt werden. Im Voraus wurde diese und weitere Einflüsse genaustens untersucht und per Simulation die wahrscheinlichen Positionen für insgesamt 170 Outdoor-Accesspoints und 303 Indoor-Accesspoints identifiziert.

Aber auch wenn Baupläne ausreichend studiert, Materialien und Umgebung des Stadions genau betrachtet wurden, ist dennoch die Site Survey kaum zu ersetzen. Durch die Messung vor Ort erhält man eine realistische Einschätzung der zu erwartende Zellengrößen und deren Überlappung sowie Datenraten, Durchdringung, Signalstärken oder Ausmaß des Einflusses fremder WLANs und anderer Störfaktoren.

Primäres Ziel der Site Survey ist es daher die vordefinierten Ausleuchtungsplan zu bestätigen und entsprechend der Erkenntnisse anzupassen. Dafür wird mit Hilfe eines Test Accesspoints die exakten Installationspunkte für eine optimale WLAN-Abdeckung identifiziert, getestet und festgelegt.

Währenddessen im Stadion:

Es wird grün. Im Stadion wurde bereits auf allen Trainingsplätzen der Rasen eingesät. Zum ersten Mal scheint das neue Stadion zum Greifen nahe. Während die Saison zu Ende gespielt wird, schreiten die die Baumaßnahmen im Innenraum und Außenbereich weiter voran. An der Hauptfassade werden Blecharbeiten erledigt, während im Inneren bereits der Boden für den Hauptrasen vorbereitet wird. Als nächstes stehen die ersten Sitzschalen zur Montage bereit. Auch die Elektroarbeiten schreiten voran. Genau der richtige Zeitpunkt, um mit der WLAN-Ausleuchtung fortzufahren.

Langzeitmessung und Störfaktor-Analyse

Sobald alle Installationspunkte der Accesspoints genau bestimmt wurden, werden im nächsten Schritt mögliche Störfaktoren in der näheren Umgebung untersucht. Beeinträchtigen andere WLANs das Netz im Stadion oder gibt es sicherheitssensitive Umgebungen wie Krankenhäuser in der Nähe, die gestört werden könnten? Im Fall des SC Freiburg Stadions befindet sich zum Beispiel ein Flughafen-Gelände in unmittelbarer Nähe der Baustelle. Hier ist besondere Vorsicht geboten, da der Flugradar meist die gleiche Frequenz wie das genutzte 5Ghz WiFi aufweist. Um diese und andere Störfaktoren auszuschließen werden alle Funksignale für drei Woche per Langzeitmessung analysiert.

Im Anschluss werden die Erkenntnisse dokumentiert und der Ausleuchtungsplan ggf. angepasst. So kann es sein, dass in diesem Stadium nach der Site Survey, noch weitere Accesspoints hinzukommen, oder diese versetzt bzw. deren Anzahl verringert wird. So wird sichergestellt, dass Besucher und Mitarbeiter des SC Freiburgs später keine Überraschungen bei der Nutzung des WiFis erleben.

Auch wenn das neue Stadion schon zu greifen nahe scheint, wird die neue Bundesliga-Saison im bisherigen Schwarzwaldstadion im Osten Freiburgs starten. Dennoch bleibt es spannend nicht nur auf dem Rasen sondern auch auf der Stadion-Baustelle im Westen der Stadt. Verpassen Sie daher nicht den dritten Teil unserer Foto-Story, wenn es in die Endphase der WiFi6-Ausleuchtung geht, das Rechenzentrum Einzug in das Stadion erhält und der Roll-out der IT-Infrastruktur startet.

Weitere Eindrücke zur Entstehung des 1. WiFi-6 Stadions in Europa finden Sie hier: