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Windows 11 für die hybride Arbeitswelt

Alles, was Sie heute schon wissen sollten

Matthias Kirchenbauer / 15. Juli 2021

Als Microsoft CEO Satya Nadella die nächste Generation von Windows angekündigt hatte, war ich im ersten Moment überrascht und gespannt, was folgen wird. Das Statement "Windows 10 is the last version of Windows" ist mir und vielen anderen in Erinnerung geblieben. Und ohne den Versuch unternehmen zu wollen, das Statement zu relativieren, wirkte die Argumentation für mich durch das Modell "Windows as a Service" schlüssig. Das Modell besagt, dass das Betriebssystem in regelmäßigen Abständen neue Updates und Funktionen enthält, so wie der Markt es anfordert. Und exakt jenes Servicing-Modell kommt nun - in der Theorie - auch beim Übergang und Upgrade zu einem aktuelleren Windows, zum Tragen. Wie wir seit dem 24.06.2021 sicher wissen, wird dieses neue Update den Namen "Windows 11" tragen.

Nach besagter anfänglicher Überraschung fiel es mir aber kurze Zeit später wie Schuppen von den Augen. Mit der Veröffentlichung von Windows 10 hatte Microsoft im Jahr 2015 bereits das Datum für das Support-Ende definiert: 14.10.2025. Insofern musste man davon ausgehen, dass es ein Nachfolgeprodukt geben wird. Nur, dass die Einführung des Nachfolgers aus Prozess-Sicht eher der Einführung einer neuen Android- oder iOS-Version ähnelt und nicht der altbekannten Wipe-and-Load-Methode folgt.

Was ist eigentlich neu an Windows 11?

Mit Windows 11 wird das Konzept aus Windows 10 konsequent weitergeführt. Die Anwender-Zielgruppe im Business-Bereich war seinerzeit der sogenannte „Information Worker“ und Personen, die tendenziell den Arbeitsort immer wieder wechseln, etwa durch Dienstreisen, Kundentermine oder gelegentliche Home Office-Tage. Aus bekannten Gründen hat sich die Nachfrage nach mobilem Arbeiten in den vergangenen 12-18 Monaten drastisch verstärkt. Ich selbst gehe davon aus, dass viele Organisationen bei einem "Hybrid Work-Modell" bleiben werden und Mitarbeitenden auch in Zukunft einen gewissen Home-Office-Anteil anbieten werden. "Designed for Hybrid Work" ist nun der Kernansatz von Windows 11, ein System, das ausgelegt ist für mobiles und stationäres Arbeiten auf tragbaren Geräten wie 2-1 Devices oder Laptops, sowie auch über virtuelle Desktops durch Azure Virtual Desktop. Im Hintergrund wie auch im Vordergrund vermischt mit Kollaborationslösungen aus Office 365, mit einem höheren Niveau an Sicherheit und Verwaltbarkeit.

Können vorhandene Windows-Geräte aktualisiert werden? 

Windows 11 bringt neue Mindestanforderungen für unterstützte Hardware mit sich. Während sich klassische Parameter wie CPU/RAM/Festplatte kaum verändert haben, sind Security-relevante Voraussetzungen nach aktuellem Stand verbindlich und sollten durch Registry-Werte nicht umgangen werden. Vorausgesetzt sind EFI, aktivierter Secure Boot und ein verbauter TPM 2.0 Chip. Gerade betreffend EFI und Secure Boot weiß ich, dass diese Funktionen während der Übergangszeit von Windows 7 zu Windows 10 auf vielen Systemen bei Unternehmenskunden bewusst deaktiviert wurden. Nach derzeitigem Stand ist (zumindest beim aktuellen Insider-Release) für diese Geräte kein Update von Windows 10 auf Windows 11 vorgesehen. Wir gehen davon aus, dass die meisten Geräte, die in den vergangenen 2 Jahren gebaut wurden, kompatibel mit Windows 11 sind. Microsoft verspricht ein Analyse-Tool bis zum Release-Datum, mit dem die Update-Readiness bewertet werden kann.

Allgemein ist davon auszugehen, dass es in vielen Unternehmen mittelfristig bei einer Mischumgebung aus Windows 10 und Windows 11-Geräten bleibt. Bei der Anwendungskompatibilität gilt die Aussage, dass Anwendungen unter Windows 11 genauso funktionieren wie unter Windows 10. 

Wie sieht der Updateprozess technisch aus?

Aus technischer Sicht ist der Updateprozess für kompatible Geräte derselbe, der bislang für die Feature-Updates gilt. Die vorhandenen Tools aus dem Hause Microsoft können hierzu analog verwendet werden. Das ideale Tool ist der Windows Update for Business Deployment Service über Microsoft Endpoint Manager. Die Stoßrichtung geht weiterhin klar in die Richtung "Cloud-Managed PC", sowohl für das Update Management, als GPO-Ersatz, zur Softwareverteilung und für die Neugeräte-Provisionierung mit Windows Autopilot.

Während die technische Handhabung zu den Feature-Updates bleibt, wird beim Windows 11-Update tendenziell die Anwender-Kommunikation und User-Akzeptanz eine größere Rolle spielen.

Was kommt an Lizenzkosten auf mich zu? 

Im Bereich Lizenzierung gibt es keine Neuerungen im Vergleich zu Windows 10. Lizenzen über Microsoft 365 beinhalten gleichermaßen Windows 10 und Windows 11. Dasselbe gilt für Volumenlizenzverträge.

Was ändert sich am Lifecycle?

Statt wie bislang zwei jährlichen Updates bei Windows 10 mit unterschiedlichem Support-Lifecycle, wird Windows 11 jährliche Updates im Spätjahr erhalten. Diese sind auf: 

  • Windows 11 Professional für 24 Monate unterstützt
  • Windows 11 Enterprise für 36 Monate unterstützt

Wann ist Windows 11 verfügbar?

Windows 11 wird im Spätjahr 2021 verfügbar sein. Der Rollout über Windows Update und Windows Update for Business wird sich ins Jahr 2022 strecken. Eine Safeguard-Funktion wird (analog zu Windows 10 Feature Updates) sicherstellen, dass keine Update- oder Kompatiblitätsprobleme auftreten und die Installation erst dann freigeben, wenn eventuell zu erwartende Probleme gelöst sind.



Sie möchten mehr über Windows 11 erfahren?
Dann verpassen Sie nicht unseren Webcast "Windows 11: Durchdachtes hybrides Arbeiten" am 07. Oktober 2021 um 10.00 Uhr. 

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