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Expertengespräch mit Eddy Roy Balummel

Prozesse optimieren mit Low Code Lösungen

Eddy Roy Balummel / 21. Juni 2022

Du verstärkst das Team abtis als Application Developer aus dem Home Office im wunderschönen Lüneburg und zugeteilt zu deinem Team am Standort Pforzheim. Möchtest du dich kurz vorstellen? 

Eddy Roy Balummel: Seit Oktober 2021 darf ich das Application Developer Team unterstützen. In den letzten beiden Jahren meines Wirtschaftsinformatik-Studiums arbeitete ich in meiner Werkstudententätigkeit mit der Power Plattform. Was mich damals schon begeistert hat, war die Leichtigkeit, mit der man umfangreiche Prozesse auf dieser Plattform abbilden konnte. Sie ermöglichte mir das theoretische Wissen über Geschäftsprozesse und deren Optimierung praktisch anwenden zu können.

Dein Fokus liegt im Bereich Power Platform. Mit welchen Themen beschäftigst du dich bei abtis schwerpunktmäßig und was zeichnet dein Fachgebiet aus? 

Eddy Roy Balummel: Mein Fokus liegt aktuell bei den Power Apps und Power Automate. Da eine meiner Passionen die Anwendungsentwicklung ist, liegen Power Apps nahe und deren Funktionalität kann mit Power Automate harmonisch ergänzt werden. Die Power Plattform bietet mit Power Apps eine schnelle, plattformübergreifende Anwendungsentwicklung, mit Power Automate die Möglichkeit Geschäftsprozesse abzubilden und mit Power BI das Tool für Datenanalysen und -visualisierungen.

Was begeistert dich an der Entwicklung von Low Code Lösungen besonders?

Eddy Roy Balummel: Ich finde die steile Lernkurve beeindruckend und die Einstiegshürde in die Welt der Softwareentwicklung ist durch Low-Code außergewöhnlich niedrig. Softwarelösungen, für deren Entwicklung früher ein ganzes Softwareteam eingespannt wurde, lassen sich nun oftmals durch einzelne Power-User realisieren. Dies ist möglich, weil die Power Plattform einem eine Vielzahl an Konnektoren bei der Entwicklung in die Hand gibt, welche man sich als Bindeglieder zwischen Apps und Datenquellen vorstellen kann. Sie erlauben einem unkompliziert mit allen Komponenten zu kommunizieren und verkürzen die Entwicklungszeit enorm. Da ich in meiner Freizeit auch klassisch programmiere, finde ich den leichten Zugang zur Anwendungsentwicklung durch Low Code umso eindrucksvoller.

Die Entwicklung von Low Code Lösungen findet immer mehr Anklang bei mittelständischen Unternehmen. Welche Fragen begegnen dir in diesem Zusammenhang am häufigsten?

Eddy Roy Balummel: Unternehmen, die in der Vergangenheit nur Erfahrung mit Standardsoftware oder Individualsoftware gemacht haben, können häufig nicht die Möglichkeiten, aber auch nicht die Grenzen von Low Code abschätzen. Daher ist oftmals die zentrale Frage "Was kann ich eigentlich mit Low Code umsetzen und was nicht?". Einerseits hat man im Vergleich zu Standardsoftware mit Low Code die Möglichkeit seine Software deutlich einfacher anzupassen, andererseits haben Low Code Softwareentwicklungen Grenzen, die nur die klassische Anwendungsentwicklung überwinden kann. Erfreulicherweise bietet die Power Platform aber für einige dieser Fälle Schnittstellen, in die sich die klassische Anwendungsentwicklung minimalinvasiv integrieren lässt.

Was empfiehlst du Kunden, die hier mehr Wissen erlangen wollen?

Eddy Roy Balummel: Microsoft bietet ausgesprochen gut verständliche Lernpfade in ihren Microsoft Docs. So können wissbegierige Nutzer mit dieser Quelle schnell Erfolge erzielen. Zudem hat die hohe Verbreitung der Power Plattform dazu geführt, dass einem eine aktive Online-Community bei konkreten Problemstellungen schnell weiterhilft. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl an kostenlosen Online-Video-Tutorials, welche praxisnah Know-How vermitteln.

In welchen Szenarien ist die Verwendung von Low Code Lösungen sinnvoll für Unternehmen?

Eddy Roy Balummel: Oft steht zu Beginn eines Vorhabens die Frage im Raum, ob sich die Idee mit Low Code überhaupt umsetzen lässt. Jeder weiß, dass ein Schraubendreher ungeeignet ist, wenn man einen Nagel in ein Brett kriegen möchte. Glücklicherweise hat die Power Plattform einen umfangreichen Werkzeugkasten, welcher einem viele Möglichkeiten bietet. In der Regel lassen sich durch Low Code viele Szenarien effizient abdecken, solange die Anbindung an die Datenquellen bereitgestellt wird. Bestehen Abhängigkeiten zu sehr individuellen Datenquellen, kann ggf. eine klassische Programmierung einer Schnittstelle unumgänglich sein. Für eine Aussage hierzu, bedarf es aber einer konkreten Analyse der Idee.

Es ist immer wieder im Gespräch, dass man ganz einfach ohne besondere Vorkenntnisse Low Code Lösungen bauen kann. Wie ist deine Meinung hierzu als Person vom Fach?

Eddy Roy Balummel: Grundsätzlich lassen sich einfachere Anwendungsfälle mit kurzer Einarbeitungszeit von allen Benutzern mit einer gewissen IT-Affinität schnell umsetzen. Bei komplexeren Anwendungsfällen, ist jedoch ein gewisses Know-How erforderlich, um effizient voranzukommen. Hier kann Expertenwissen hilfreich sein, um mit Best Practices robuste und gut wartbare Lösungen zu entwickeln. 


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