Microsoft Azure ist die Cloud Plattform aus dem Hause Microsoft. Immer mehr Dienste, Anwendungen und virtuelle Maschinen werden aus Kosten- und Managementgründen in die Cloud ausgelagert. Hinter jedem Dienst/Anwendung/ virtuellem Server stehen Ressourcen wie IP Adressen, virtuelle Festplatten/Speicher und weitere für deren Funktion nötige Komponenten. Um hierüber den Überblick zu behalten bietet Microsoft so genannte Resource Groups an. Diese ermöglichen es einem Administrator Komponenten zusammenzufassen, was das Management enorm erleichtert. Denkbar wäre zum Beispiel eine eigene Resource Gruppe pro VM in welcher das nötige Speicherkonto samt VHD, IP-Adresse und die eigentliche VM selbst zusammengefasst sind.

Dieser Artikel beschreibt wie eine solche Ressource Gruppe angelegt und verwaltet wird.

Innerhalb des Azure Portals befindet sich links in der Navigationsleiste der Reiter Resource Groups.

Im Anschluss wird man aufgefordert einen Namen zu vergeben. Ebenso muss die Subscription und die Lokation der Ressource Group gewählt werden. Je nach Wunsch und Bedarf kann hier eine der vordefinierten Regionen gewählt werden.

Nach Betätigen des „Create“ Buttons wird die Ressourcen Gruppe erstellt. Über den „Add“ Button in der Overview-Ansicht der Resourcen Gruppe können neue Objekte dieser Gruppe hinzugefügt werden.

Zur Auswahl stehen hier diverse Anwendungen, Komponenten und virtuelle Maschinen. Als Beispiel für eine Anwendung kann Visual Studio, WordPress oder eine Oracle Datenbank genannt werden. Ebenso kann der Anwender einen Load Balancer oder ein neues virtuelles Netzwerk wählen. Da sich die Anzahl der Anwendungen laufend ändert verzichten wir an dieser Stelle auf eine genaue Auflistung der Möglichkeiten.

In unserem Beispiel wurde eine virtuelle Maschine Namens Webserver-us01 erstellt und dieser Ressourcen Gruppe zugewiesen.  Aufgrund dieser Zuordnung erscheinen alle mit dieser VM verknüpften Objekte in der Übersicht dieser Ressourcen Gruppe. In unserem Fall sind dies zwei virtuelle Festplatten mitsamt dem Storage Account, eine IP samt der zugehörigen Network Security Group und die virtuelle Maschine selbst. Der Administrator kann alle für diese VM relevante Komponenten direkt aus dieser Übersicht verwalten.

Über den Reiter „Tags“ können bei Bedarf Tags mit eigenen Werten erstellt werden. Möglich wäre hier zum Beispiel eine Abteilungszuordnung Über das Tag „Abteilung“ mit dem Wert „Abteilungsname“ oder auch eine interne Kostenabrechnung. Tags lassen sich auch direkt einzelnen Objekten zuordnen.

 

Redakt: Matthias Wurst