Immer mehr Firmen und Kunden verlagern Teile Ihrer IT, oder auch komplett, in die Cloud.
In der Microsoft Cloud haben wir die Möglichkeit neben einfachen virtuelle Maschinen auch verschiedene andere SaaS und PaaS-Dienste zu wie z.B. O365, SQL-Datenbanken zu verwenden. Das umfangreiche Ökosystem hebt die Microsoft-Cloud von seinem Mitbewerben ab und ist in vielen Szenarien deutlich attraktiver.
Manche Dienste gibt es kostenfrei und andere wiederum werden monatlich berechnet, wahlweise auch jährlich.

Stellt man sich nun seine Umgebung in Azure zusammen kommt man sehr schnell auf einen monatlich 4-stelligen Betrag oder mehr.
Damit Azure attraktiv und bezahlbar bleibt möchten wir Ihnen mit dieser Blog-Reihe ein paar kleine aber feine Optimierungsmöglichkeiten zeigen um Zeit und Geld zu sparen.
Wir werden nur Tools aus dem Marketplace verwenden und bevorzugt Microsoft-proprietäre.

Heute befassen wir uns mit dem automatischen Stoppen und Starten von virtuellen Maschinen (VMs).
Vorweg, eine VM wird nach der Nutzungsdauer abgerechnet. D.h. ist die VM 24 Stunden am Tag angeschaltet kommen wir z.B. mit der Instanz B2MS in Nordeuropa auf 71,41€ monatlich. Bei einer garantieren Laufzeit von 1 Jahr bzw. 3 Jahre dementsprechend 36 % bzw. 55% weniger.

In jeder Umgebung gibt es Server und Clients welche nicht zwingend 24 Stunden eingeschaltet sein müssen.
Auch gibt es oft Anwendungsserver, Terminal Server, VDI-Desktops etc. welche sich nach der Hauptzeit sich oft im Leerlauf befinden und darauf warten bis am nächsten Tag wieder benutzt zu werden. In dieser Zeit wäre es doch praktisch, wenn sich bestimmte VMs einfach automatisch abschalten und morgens wieder automatisch starten.

Dazu gibt es im Azure Marketplace ein passendes Tool von Microsoft selbst:

 

Start/Stop VMs during off-hours [Preview] (VMs außerhalb der Geschäftszeiten starten/beenden)

Mit diesem Tool können ausgewählte VMs zu einer bestimmten Uhrzeit heruntergefahren werden und am nächsten Tag zu einer festgelegten Uhrzeit wieder gestartet. Optional können sich Administratoren nach jedem Vorgang per Email informieren.

In unserem Rechenbeispiel wird eine B2MS-Maschine nur zwischen 06:00 Uhr und 20:00 Uhr, also für 14 Stunden am Tag benötigt. In 30 Tagen ergibt das 420 statt 720 Nutzungsstunden im 24/7-Betrieb. Der ursprüngliche Monatspreis von 71,41€ sinkt hierdurch auf lediglich 41,09€.

 

Redakt.: Marco Walter