Zur elementaren Ausstattung eines jeden Rechenzentrums oder Rack-Einheit gehört eine Unterbrechungsfreie Stromversorgung kurz USV genannt. Durch Sie ist es erst möglich bei plötzlichem unvorhergesehenem Stromausfall die laufenden Serverprozesse ordnungsgemäß zu beenden und die Serverinfrastruktur geordnet herunterzufahren.

In meinem heutigen Beispiel möchte ich eine Möglichkeit aufzeigen wie dies bei einer Microsoft Hyper- V Infrastruktur umgesetzt werden kann. Zum Einsatz kommt eine AEG USV der Protect D. Baureihe mit optional erhältlichem SNMP Adapter. In meinem Szenario gehe ich davon aus, dass die USV Bereits in Betrieb genommen und die notwendige Verkabelung durchgeführt wurde.

Der Hyper- V Host welcher als letzter heruntergefahren werden soll, ist der Host auf dem die Software für den Shutdown installiert wird. Die von AEG eingesetzte Software kommt aus dem Hause Generex welche kompatibel mit vielen USV- Systemen am Markt ist.

Über die Komponente UPSMAN kann das Verhalten bei Stromausfall gesteuert werden. Zuerst ist es jedoch notwendig die Verbindungseinstellungen vorzunehmen, damit die TCP/IP Converter Card welche in die USV eingebaut wurde ordnungsgemäß Daten an UPSMAN senden kann.

Im Abschnitt Device muss der Adapter mit der Bezeichnung „CS122“ ausgewählt sein.  Mittels „Configure“ lässt sich die IP Adresse der Netzwerkmanagement Karte konfigurieren.

Über den Button Advanced User lässt sich die Ansicht erweitern und es erscheinen zusätzliche Reiter.

Mit dem setzen der Checkbox „Enable Local Shutdown“ und „Initiate Shutdown always after (m) on battery“ wird UPSMAN angewiesen eine Batch- Datei auszuführen welche unter „C:\Program Files(x86)\UPS\upsman“ abliegt. Die Zeit nachdem dies geschieht ist in Minuten einstellbar.

In dieser SHUTDOWN.BAT rufe ich über den unten aufgeführten Code eine Power Shell Datei auf welche direkt auf dem Hyper-V Host Steuerbefehle an die Hyper- V Rolle absetzt:

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@ECHO on

REM — Created by RCCMD configuration —

SET path=%PATH%;C:\Program Files (x86)\UPS\upsman

Powershell.exe „C:\Administration\Scripts\Shutdown-HyperVs.ps1“

Pause
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Mit Power Shell lässt sich dann ein kontrollierter Servershutdown der virtuellen Maschinen (Stop-VM -Name ) durchführen bevor mittels „Shutdown -s -f -t “ der eigentliche Hyper- V Host heruntergefahren wird.

Wichtig: In meinem Fall war es notwendig den Dienst unter einem Benutzer mit höheren Berechtigungen auszuführen um die notwendigen Systemzugriffe zu erlauben.

Abschließend sollte ein Stromausfall simuliert und der korrekte Ablauf des gesamten Shutdown geprüft werden.

 

Redakt.: Markus Potz